Rechnung falsch ausgestellt – was nun?

In der Hektik des Berufsalltags kommt es schon Mal vor, dass aus Versehen eine Rechnung falsch ausgestellt wird. Ein nicht korrekter Adressat, ein falscher Rechnungsbetrag oder ein unpassender Steuersatz sind dabei die häufigsten Fehler. Die Korrektur einer Rechnung hat eine nachträgliche Wirkung – bis zu dem Zeitpunkt zurück, als der Unternehmer diese Rechnung erstmals ausgestellt hat. Die ursprüngliche Rechnung muss folgende Mindestangaben enthalten haben:

  • Aussteller
  • Empfänger
  • Leistungsbeschreibung
  • Entgelt und
  • gesonderter Steuerausweis.

Insbesondere die Leistungsbeschreibung muss bestimmt, vollständig oder offensichtlich zutreffend sein, andernfalls erscheint sie als fehlende Angabe. So reicht beispielsweise bei Rechnungen von Beratern die Beschreibung „Beraterhonorar“ oder „allgemeine wirtschaftliche Beratung“ nicht aus. Bei einer solchen unzureichenden Bezeichnung gewährt das Finanzamt keinen Abzug der Vorsteuer. Es muss also die Leistung ordnungsgemäß bezeichnet werden. Eine Korrektur der mangelhaften Rechnung kann noch bis zum Klageverfahren vor dem Finanzgericht vorgenommen werden. Bekommt das Finanzgericht spätestens bis zum Abschluss der letzten mündlichen Verhandlung eine korrekt ausgestellte Rechnung vorgelegt, geht dem Unternehmen keine Vorsteuer verloren

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